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Der Greif @ Schmiede10

09. 09. 2010, uli

 

Der Greif ist ein Magazin, das vor drei Jahren in der Gegend rund um den Ammersee entwickelt wurde. Es zeigt Fotografien und dazu passende Texte, will Gefühle erzeugen. Mittlerweile ist der Greif sehr international und veröffentlicht Werke aus der ganzen Welt. Auf der Schmiede ist das Team rund um das poetische Magazin heuer zum zweiten Mal, um mit dem Input der Smiths eine eigene Schmiede-Ausgabe zu gestalten. Simon Karstetter und Matthias Lohnscheidt erzählen im folgenden Interview über Ihr Vorhaben. 

 

Erzähl mir mal aus der Biografie des Greifs!

Simon: Der Greif ist ein Fotomagazin, kombiniert mit Text. Wir haben keinen wirklich redaktionellen Teil, der Greif ist eigentlich ein poetisches Magazin. Die Idee kam daher, dass es im Internet so viel Bildmaterial gibt, mit dem eigentlich niemand mehr etwas anfangen kann. Das Medium ist so schnell, dass der Betrachter sich nicht lange genug damit auseinander setzen kann. Deshalb haben wir den Greif als Printmedium gestaltet, etwas Bleibendes – zum Angreifen eben. 

Und wie kommt Ihr an das Bildmaterial und die Texte dazu?

Simon: Bei uns kann jeder mitmachen.
Matthias Lohscheidt: Es läuft eigentlich alles über unsere Homepage. Für die aktuelle, die dritte, Ausgabe hatten wir 1.200 Einsendungen aus der ganzen Welt.

Wie finanziert Ihr Eure Ausgaben?

Simon: Wir verkaufen den Greif für sehr erschwingliche 5 Euro pro Stück.

Matthias: Da fragt sich natürlich jeder, wie wir das finanzieren. Wir haben keine einzige Anzeige in unserem Magazin. Wir haben aber Sponsoren, die präsentieren wir auf unserer Homepage. Sie können sich dort eine eigene Rubrik anlegen und sich so präsentieren, wie sie möchten. Das ist eine spannende, neue Art zu werben, die auch gut angenommen wird.

Ihr wart 2009 schon auf der Schmiede und habt Faltposter-Greifs mit den Smiths gemacht. Macht Ihr das auch heuer wieder?

Simon: Nein, heuer werden wir ein großes Poster machen. Zusammengeklappt wird es so groß wie der reguläre Greif, etwas größer als A4, sein.

Was wird dann da drin zu sehen sein?

Simon: Keine Ahnung! Das ist bei uns wie auf der Schmiede: eine Menge Leute kommt, alle machen etwas anderes  und am Ende weiß man nie, was dabei heraus kommt.

Und das fasziniert Euch an der Schmiede? 

Simon: Wir waren 2009 zum ersten Mal hier und hatten den Plan, einen Schmiede-Greif zu machen. Dies erwies sich als echter Glücksgriff. Trotz der verschiedenen Menschen hier und der vielen Dinge, die sie tun, gibt es doch irgendwie einen Spirit auf der Schmiede, etwas, das alle gemeinsam haben.

Das sollte der Greif dann vermitteln?

Simon: Ja genau. Wir wollen ihn für die Smiths als Erinnerung machen und denjenigen, die die Veranstaltung nicht kennen, ein Gefühl für die Schmiede vermitteln. Wir wollen natürlich möglichst viel von dem, was hier passiert, rüber bringen, die Komplexität der Schmiede vermitteln.

Wie geht Ihr das an?

Matthias: Jetzt schauen wir uns mal an, wer da ist, was sie machen, reden mit den Leuten und dann wird sich alles weisen! Wir sind erst heute angekommen, weil wir bis vorgestern an unserer neuen Homepage gebastelt haben. Die wird ständig aktualisiert, es gibt eine Rubrik mit Portraits unserer Fotografen. Wir wollen, dass sie immer interessant bleibt und jedes Mal was neues drauf steht. Aber jetzt freuen wir uns schon, was auf der Schmiede heuer alles passieren wird!

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